Santa Cruz

Weihnachten in Bolivien...

Frohe Weihnachten erst mal ! Ich hoffe, Ihr alle hattet ein schönes Fest und konntet es mit euren Lieben verbringen.

Für mich hieß es an Weihnachten: " 32 Grad und Arbeiten" (war aber trotzdem ein schönes Fest).

Zunächst einmal kurz über den Dezember...Am zweiten Advent haben wir in unserer WG eine kleine Vorweihnachtsfeier gefeiert, da nicht alle aus der WG an Weihnachten da sein konnten. Für die Feier haben wir unter uns sieben gewichtelt und natürlich viele Plätzchen gebacken. Nebenbei lief dann das Weihnachtsoratorium und andere Weihnachtslieder, damit wenigstens ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkommt bei den warmen Temperaturen. 

Ein wenig später hatten wir uns auch endlich einen kleinen grünen Plastikweihnachtsbaum besorgt, denn leider gibt es hier so gut wie keine "echten" Weihnachtsbäume...

Dieser wurde dann mit selbst gemachten Fröbelsternen geschmückt und so hatten wir einen nicht ganz so kitschigen Weihnachtsbaum, denn die Bäume, die man hier sonst so sieht tendieren dazu eher ein wenig überladen zu sein. :)

Auf meiner Arbeit habe ich mit den Kindern zusammen Weihnachtskarten gebastelt und ein paar "Christmas-Vokabeln" gelernt.

Am 10. Dezember musste ich dann auch nach Sucre, um bei der 10-tägigen Brillenkampagne dort mitzuhelfen. Diese Kampagne unterschied sich ein wenig von den vorherigen Kampagnen. Zum Einen wohnten wir zusammen mit den Freiwilligen, das heißt, ich hatte die Gelegenheit sie alle wiederzusehen und mich mit ihnen auszutauschen. Zum Anderen wurde das Ziel gesetzt, dass wir 1000 Brillen vergeben, das bedeutete, jeden Tag mindestens 100 Patienten. Wir fingen um 8:30 Uhr an zu arbeiten und hatten Feierabend zwischen 6 und 7. Während unserer Mittagspause schliefen wir meistens eine halbe Stunde, weil wir alle ziemlich fertig waren. Auch abends war das Licht meistens schon um 22:00 aus. 

Auch führte mir diese Kampagne noch einmal vor Augen, wie viele Leute keine Möglichkeit haben, sich eine Brille zu leisten und wie dankbar sie für die Brillen sind. Denn jeden Tag standen immer noch viel mehr Leute an, als wir an einem Tag behandeln konnten und selbst am letzten Tag der Kampagne haben wir bis um 19:00 Uhr gearbeitet, weil Leute extra von den Nebendörfern angereist kamen. Im Gegenteil zu der letzten Kampagne in La Paz, wo wir zu meist Kinder behandelt haben, kamen in dieser Kampagne zum Großteil Erwachsene. Gerade für Menschen mit Altersweitsichtigkeit scheint eine Brille sehr wichtig zu sein. Ich hatte zum Beispiel einen Patienten, der früher in den Mienen in Potosi gearbeitet hatte und jetzt gerne ein Buch darüber schreiben würde, doch durch seine Sehschwäche seine eigene Schrift nicht mehr erkennen könne. Gerade solche Patienten hatten einem vor Augen, wieso man die acht Stunden durcharbeitet. 

Am 22. Dezember kam ich dann zurück nach Santa Cruz, musste noch schnell Weihnachtsgeschenke einkaufen und dann war der 24. ja auch schon da!

Am Weihnachtsmorgen bin ich früh aufgestanden und auf die Arbeit gefahren. Dort habe ich zusammen mit den ca. 100 Kindern, den anderen Freiwilligen und meiner Chefin zusammen gefeiert! Es kamen Leute vorbei von verschiedenen Fundationen, die entweder Geschenke für die Kinder oder Essen und Getränke brachten. Die Kinder hatten Riesen Spaß ihre unterschiedlichen Geschenke auszupacken....da waren Barbies, Spielzeugautos, Kuscheltiere...alles dabei!

Mittags gab es dann Essen für die Kinder, meine Chefin hatte extra zwei Schweine gekauft, es gab Braten mit Reis, Mais und Käse. Nachdem die Kinder gegessen hatten, aßen wir, Freiwillige, meine Chefin, die Köchinnen und noch die "älteren" Kinder in einer gemütlichen Runde. 

Um 15:00 fuhr ich dann wieder nach Hause, wo ich direkt in die Vorbereitungen unseres Festessen mit einbezogen wurde. Wir wollten Kartoffelklöße mit Rotkohl und Zwiebelsoße machen + Nachtisch (Apfelstrudel). Ich war für das Rotkraut verantwortlich (obwohl ich das vorher noch nie gemacht hatte). Letztendlich waren wir sehr zufrieden mit unseren Kreationen, nur mussten wir uns ein wenig beeilen, weil wir pünktlich um 21:00 Uhr in der Kathedrale sein wollten. Das schafften wir aber dann zum Glück auch!

Der Gottesdienst war ein wenig anders und leider gab es auch kein Krippenspiel, dennoch interessant. Nur anstatt wie in Deutschland war die Kirche nicht kalt sondern sehr, sehr warm, was auf Dauer ein wenig unangenehm war :). Der Höhepunkt war, dass während dem Abendmahl sogar "Oh Tannenbaum" und "Stille Nacht" auf deutsch gesungen wurden, da trällerte unsere Reihe dann lautstark mit :D

Anschließend waren wir noch kurz auf der Plaza, aber wir wollten dann doch nach Hause und unsere Geschenke auspacken (siehe oben: Der Tannenbaum). Unser Abend wurde noch schöner als um 12:00 Uhr die ersten Feuerwerke anfingen... Wir liefen raus auf die Straße, um uns das alles anzugucken und es kam ein Gefühl, wie an Silvester hoch! (Hier in Bolivien ist es Tradition in den 25. mit Feuerwerken "rein zu feiern"). 

 

Jetzt bin ich die nächsten Wochen erst mal auf Reisen mit einem Gast aus Deutschland! Und das nächste Mal melde ich mich wahrscheinlich erst im Neuen Jahr! Also Guten Rutsch und liebe Grüße aus Bolivien!

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Kommentare: 8
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