Sucre

Spanisch, Essen und Tarabuco...

Hallöchen!

Ich bin wieder topfit nach fünf Tagen Antibiotika und habe mir gedacht, ich verfasse noch mal einen längeren Eintrag über die kleinen Veränderungen an die ich mich gewöhnen muss und andere Dinge. So zunächst einmal habe ich jeden Tag zwei Stunden Spanisch bei unserer Lehrerin Senora Monica. Diese ist sehr lieb, wenn es nicht gerade um die nicht gelernten Vokabeln geht ;). Außerdem erzählt sie uns in unseren Stunden noch mehr über Bolivien und beantwortet all unserer Fragen (natürlich auf Spanisch). So hat sie uns in unserer letzten Stunde den Geheimtipp ihres Mannes für den besten Straßenburger verraten. Apropos Essen....daran muss ich mich auch noch ein wenig dran gewöhnen. Zum Frühstück essen wir helle, sehr flache Brötchen mit Marmelade, Magerine oder Dulce de leche (das ist eine super leckerer Karamellcreme). Dazu gibt es meistens Tee oder Kakao. Mittagessen und Abendessen besteht meistens aus Reis als Grundlage mit Kartoffeln und irgendeinem Fleisch. Dabei wird der Reis und die Kartoffeln beides noch mal in Öl angebraten wodurch das ganze sehr fettig wird. Auch die Idee, Reis mit Kartoffeln zu essen, war mir neu. 

 

Da das ganze auf Dauer ein wenig langweilig wird, haben wir vor ein paar Tagen die Chance genutzt selbst zu kochen. Die Fotos zeigen glaube ich, wie glücklich wir darüber waren. 

Dieses Wochenende haben wir es uns dann richtig gut gehen lassen und waren am Samstag bei dem Italiener "Mirador". Dort hat man einen wunderschönen Blick über Sucre und das Essen schmeckt super! Monica hat uns erzählt, wie es dazu kam, dass ein Italiener in Sucre ein Restaurant aufmacht. Anscheinend kennt hier jeder die Geschichte...also er, Italiener, kommt nach Bolivien für einen Austausch, lernt eine Bolivianerin kennen und verliebt sich. Ein Jahr später kommt er zurück und heiratet sie. Deswegen können wir hier in Sucre auch beste Pasta con Pesto oder Tiramisu genießen! 

Am Sonntag hatten wir keinen Spanischkurs und hatten deswegen geplant, nach Tarabuco zu fahren. Tarabuco ist ein kleines Dorf 1 Stunde bis 2 Stunden entfernt von Sucre, (je nachdem welche Trufi (kleiner VW-Bus, in dem man zu 15 "reinpasst") man erwischt. Tarabuco ist bekannt für seinen Sonntagsmarkt, wo man alles erdenkliche einkaufen kann. 

Allein die Busfahrt dort hin hat sich gelohnt...wir haben viel von der Landschaft gesehen und obwohl wir ein bisschen zusammenrücken mussten, hat die Aussicht die Enge wettgemacht. In Tarabuco selbst gibt es ganz viele kleine Gassen, die gefüllt sind mit unterschiedlichen Ständen und ganz vielen Menschen. Die Stände mit den auffälligen Schals, Tüchern und Pullovern verlocken natürlich ganz viel Geld aus zu geben. Und auch wir haben so einiges wieder mit nach Sucre genommen. 

Am Nachmittag sind wir dann erschöpft in Sucre angekommen und Abends haben wir dann noch in den Geburtstag eines Freiwilligen reingefeiert. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Beate (Freitag, 19 August 2016 20:25)

    Hallo Anna, das sieht ja alles gutgelaunt und schön aus. Dein Magen wird sich noch arrangieren.....die truppe scheint ja wirklich nett zu sein und es geht nun mal nichts über selbst gekochtes essen , wo auch immer auf dieser Welt. Freue mich mehr zu lesen, denke an dich und noch einen dicken Drücker aus bommerland lass es dir gut gehen

  • #2

    Anna (Montag, 22 August 2016 18:29)

    Hallo liebe Beate,
    freut mich auch, von dir zu hören...ich hoffe, dir und Konsti geht es gut und ich würde einiges geben für deine Lasagne!
    Alles Liebe aus Bolivien