Wiesbaden


Vorbereitungsseminar in Wiesbaden...

Vor dem Klettern auf dem Neroberg
Vor dem Klettern auf dem Neroberg

Chronischer Schlafmangel..., erstaunlich gutes Essen..., viele Diskussionen..., und immer wieder Energizer! 

 

So kann man unsere Vorbereitungszeit in Wiesbadenganz gut beschreiben. Naja eigentlich gehört da noch ganz viel mehr dazu. Wir haben Freundschaften geschlossen, uns mit Themen wie Rassismus und Gleichberechtigung befasst und doch immer wieder Energizer gemacht. Energizer sind kleine Spiele, die einen Aufrütteln wie zum Beispiel Obstsalat. Der Lieblings- Energizer unserer Gruppe war das Lama-Baby.

 

Wenn man diesen Energizer von Außen betrachtet sieht man eine Herde von Jugendlichen die im Kreis aneinander gedrückt stehen und laute "Lama-Geräusche" machen. Das ist wahrscheinlich schwer vorstellbar, macht aber sehr viel Spaß.

Die Energizer waren sehr hilfreich, da jeden Morgen unser Programm um 9:00 los ging und bis zum Abendessen reichte. Wir haben in diesen zehn Tagen so viel besprochen und unternommen, dass ich nicht über alles berichten kann, aber das Wichtigste will ich euch auf jeden Fall mitteilen.

 

Die ersten paar Tage waren geprägt von dem Begriff Kultur, was wir darunter verstehen, unsere eigene Kultur und fremde Kulturen sowie die Länderkunde zu Bolivien.

Hägen geblieben ist vor allem eine Übung, die wir gemacht haben. Dazu haben wir uns in Gruppen auf sechs Tische verteilt. Jeder Tisch hat ein Kärtchen mit den Regeln und ein Kartenset bekommen. Dann wurde gespielt!

 Der Gewinner jedes Tisches durfte den Tisch wechseln. Nach der zweiten Runde ging ich zum nächsten Tisch, wo ich die nächste Runde spielte. Als ich aber nach meiner gelegten Dame zwo Karten ziehen wollte, schauten mich meine Mitspieler ganz verdutzt an...obwohl da bei meinem "alten" Tisch die Regel gewesen war. Nach kurzer Zeit hatten wir verstanden, dass jeder Tisch unterschiedliche Regeln ausgeteilt bekommen hatte, war zu Verwirrung ein einigen Lachanfällen führte. Darauf folgte ein Gruppengespräch über Integration von anderen Kulturen in die Eigene (wie das Akzeptieren von anderen Regeln) oder aber auch das Ausschließen anderer Kulturen (wie die Ignoranz gegenüber anderen Regeln).

Eine gute Abwechslung bildete ein Ausflug am fünften Tag. Man konnte wählen zwischen Schloss Freudenberg, Klettern, und Mainz. Ich hatte mich für den Wiesbadener Kletterwald entschieden, was dazu führte, dass ich am nächsten Tag Muskelkater hatte :). Auch konnten wir "Klettern" nur noch halb bei dem Theater "Asyldialoge" zu hören, dennoch war auch dieses sehr interessant. 

Die restlichen Tage des Seminars waren mit verschiedenen Workshops gefüllt über Rassismus, Europa, Reggaeton oder auch Gewaltprävention,

Neben diesem "Pflichtprogramm" hatten wir auch viel Freizeit. So waren wir einmal in Wiesbadener Freibad, haben abends die verschiedenen Wiesbadener Bars erkundet und lagen mittags beim Spielen von Bonanza und Co. auf der Wiese der Jugendherberge.

Insgesamt fand ich die zehn Tage sehr hilfreich für die Vorbereitung auf Bolivien. Außerdem haben wir Freiwillige untereinander uns viel besser kennengelernt und haben jetzt schon Pläne, uns gegenseitig in unseremEinsatzstellen zu besuchen. Jetzt bleibt nur noch das Packen und dann geht's los nach Bolivien!

 

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